Chronik

Die Ulmer Lechthal-Hexa sind eine kleine fasnetsbegeisterte Maskengruppe, die sich der traditionellen Fasnet verbunden fühlt. Als Grundlage der Zunft dient eine Sage die über eine Ulmer Hexe erzählt wird. Aufgrund dieser Sage wurden die Zunft-Verse verfaßt, welche die Sage in schwäbischen Worten erzählt. Momentan sind die Ulmer Lechthal-Hexa kein eingetragener Verein sondern eine freie Gruppe, die an einigen Terminen das schwäbisch-alemannische Brauchtum pflegt. Schon im Jahr 2003 gab es die ersten Planungen, diese Maskengruppe auf die Beine zu stellen, aber erst kurz nach der Fasnet 2005 wurde mit dem Häs begonnen und an der Fasnet 2006 hatte die Ulmer Lechthal-Hex Ihre Premiere in der Öffentlichkeit.

Wir sind kein eingetragener Verein und momentan noch am Aufbau der Zunft. Neue Masken sind bereits in Arbeit, es wird aber noch einige Zeit dauern, bis wir in ein "geregeltes" Vereinsleben übergehen können. Gerne informieren wir interessierte Fasnetsnarren über unsere Zunft. Wir sind im Moment daran, die Einzelteile des Fasnetshäs in größerer Zahl zu besorgen.

Die Sage

Die Ulmer Hexe

Ein Lechthaler [Lechtaler] kam einst mit seinem Frachtfuhrwerk nach Ulm und erzählte in einem Wirtshause Geschichten von seiner Heimat, so auch vom Hexenberg Bidmig. Im Scherze fragte er. ob jemand vom Bidmig wisse; da antwortete ein altes Weib, welches hinter dem Ofen saß:

"Ja, zwischen Welzau und Steeg."

Dem Fuhrmann kam dies seltsam vor. und deshalb fragte er nach und erfuhr, dass das alte Weib nie von Ulm fortgekommen sei. Nun erkannte er, dass die Alte eine Hexe und bei den dortigen Hexenversammlungen gewesen sein müsse. Als er am nächsten Tage weiter fuhr, hinkte sein Gaul. Er dachte gleich an die Hexe und fluchte recht. Da gieng es wieder weiter.

Quelle: Volkssagen, Bräuche und Meinungen aus Tirol, gesammelt und herausgegeben von Johann Adolf Heyl, Brixen 1897, Nr. 52, S. 39


 

Die Gestalten der Zunft Ulmer Lechthal-Hexa

D' Ulmer Lechthal Hexa

Das Häs besteht aus einer Holzmaske im traditionellen Stil mit rotem Kopftuch. Einer schwarzen Bluse, einer weißen Spitzenunterhose, einem roten Rock und blauen Schurz. Die Socken sind blau-weiß geringelt und die Füße stecken in Strohschuhen. Gegen die Kälte helfen braune Handschuhe und als weiteres trägt die Hex einen Hexenbesen mit sich.

Junghexen tragen nur ein Kopftuch bis in die Stirn, jedoch keine Holzmaske.

Für die Zukunft ist auch eine Einzelfigur geplant. Es wird "Dr' Lechthaler" sein, der Fuhrmann der in der Sage eine der Hauptrollen spielt. Erste Skizzen für die Larve werden momentan erstellt und wir hoffen diese Einzelfigur bis zur Fasnet 2008 fertigstellen zu können.

Die Masken

Unsere Masken sind nach traditionellen Techniken aus geleimten Lindenholzblöcken handgeschnitzt, bemalt und lackiert.

Du bist an einer Aufnahme in unsere Narrenzunft interessiert?

Wir freuen uns immer über Aufnahmeanträge und auch die kleinsten Mäschkerla nehmen wir gerne in unsere Reihen auf. Wenn Du dich genauer informieren möchtest, dann melde Dich bei uns über den Bereich Aufnahme. Bitte berücksichtige aber, daß wir noch am Aufbau unserer Zunft sind und "Gut Ding will Weile haben"!